Schüleraustausch mit Spanien

Madrid, Madrid, ¡qué bien tu nombre suena

rompeolas de todas las Españas!

(Antonio Machado, 1936)

 

Madrid, Madrid, wie schön Dein Name klingt,

Wellenbrecherin aller Spanien! 

Madrid 2014

Gruppenbild vom Schüleraustausch 2014

Seit vielen Jahren organisiert das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 einen Austausch mit einer Partnerschule aus der spanischen Hauptstadt Madrid. In diesem Jahr kooperiert es wieder mit dem Centro Concertado Valdecás, einer Gesamtschule des Madrider Stadtviertels Vallecas, die zum Teil privat finanziert wird.

Das Ziel des Austausches ist, die spanische Sprache in der Wirklichkeit zu erproben, ganz in die spanische Kultur einzutauchen und sich durch diese Erfahrung auch persönlich weiterzuentwickeln. Prinzipiell können sich alle Spanischlerner der Jahrgangsstufe 10 bewerben. Liegen von spanischer Seite jedoch weniger Anmeldungen vor, lost das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium unter den Interessenten aus, die ihre Anmeldung vollständig und fristgerecht abgegeben haben.

Der Austausch findet traditionell im Frühjahr statt: Die Münchener Gruppe fährt in der Woche nach den Faschingsferien für eine Woche nach Madrid, der Gegenbesuch erfolgt in der Regel im April.

Die Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums werden in dieser Zeit bei ihren spanischen Partnern untergebracht und erleben auf diese Weise hautnah den Tagesablauf und typische Gewohnheiten der Gastfamilie. Eine besondere Herausforderung stellt das Wochenende in der Familie dar, an dem sie praktisch rund um die Uhr Spanisch sprechen. Während der Wochentage unternehmen die Teilnehmer entweder Besichtigungen in Begleitung der betreuenden Lehrkräfte oder besuchen den regulären Unterricht in der Partnerschule. Der späte Nachmittag und die Abendzeit sind wieder der Gastfamilie vorbehalten. Dieser Ablauf gilt umgekehrt auch für den Gegenbesuch der Madrider Schülerinnen und Schüler in München.

Höhepunkte des kulturellen Programms in Madrid stellen die Besichtigung der großen Kunstmuseen der Stadt, wie des Prado, aber auch Streifzüge durch Gartenanlagen und Parks der Hauptstadt dar. Die Schülerinnen und Schüler entdecken zudem historisch und kulturell bedeutende Stadtteile, wie das Künstlerviertel Barrio de las letras, das Szeneviertel Malasaña, das Hipsterviertel Antón Martín, und wichtige Orte und Monumente, wie den Königspalast Palacio Real, die Plaza de Españadie Puerta del Sol und das beeindruckende Gebäude der Hauptpost. Außerdem lernen sie durch einen Ausflug in das nähere Umland das geschichtsträchtige Toledo, die Stadt der drei Kulturen, kennen. Besonders beliebt ist das gemeinsame Tapas- und Churrosessen und nicht zuletzt das jährlich ausgerichtete Freundschaftsspiel Spanien gegen Deutschland mit Revanchemöglichkeit beim Gegenbesuch.

 

Die spanischen Gäste erwartet in München ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm, das die Erkundung der historischen Altstadt, des Olympiageländes, des Englischen Gartens und der wichtigsten Museen beinhaltet. Der Besuch der KZ- Gedenkstätte Dachau ist ebenfalls unverzichtbarer Bestandteil des Aufenthalts, der mit einer gemeinsamen Fahrt nach Salzburg abgerundet wird.

Wie die letzten Jahre zeigen, ziehen die Schülerinnen und Schüler am Ende des Austausches ein positives Fazit. Sie sind stolz, sich in der Fremdsprache behauptet, eine andere Kultur von innen heraus kennen gelernt und neue Freundschaften geschlossen zu haben. Bleiben die Kontakte erhalten, eröffnet der Austausch eine weitergehende persönliche Perspektive.

Auf Grund der finanziellen Unterstützung durch den Bayerischen Jugendring, die Landeshauptstadt München und das Kultusministerium Bayern können die Kosten für den Spanienaustausch in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden. Im Moment betragen sie 320 Euro für die Reise, hinzu kommt das Taschengeld für die Zeit des Aufenthalts. Zusätzliche Beträge entstehen durch die Unterbringung des Gastes, z. Bsp. für die Verköstigung. Um wirklich allen Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme zu ermöglichen, können unter bestimmten Voraussetzungen weitere Mittel beim Förderkreis der Schule beantragt werden.

Barbara Holl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 07Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">.09.2014